Warum ein KI-Review kein Gutachten ist

Aktualisiert am 13.10.2026

Die naheliegende Idee: Wenn eine KI den Code geschrieben hat, lässt man eine andere KI ihn prüfen. Das ist nicht falsch — es ist nur kein Gutachten. Wer KI-gebaute Software ernsthaft bewerten will, braucht drei Arten von Prüfung, die sich gegenseitig kontrollieren.

Das Problem mit KI-Reviews allein

Das Problem mit Werkzeugen allein

Statische Analyse, Schwachstellen-Scanner und Secret-Scanner sind reproduzierbar und gründlich — und liefern Listen mit hunderten Treffern, von denen viele nicht ausnutzbar sind. Vor allem aber sehen sie die wichtigste Klasse von Fehlern in Vibe-Code kaum: Logikfehler. Dass ein Endpunkt zwar die Anmeldung prüft, aber nicht, ob der Datensatz der angemeldeten Person gehört, ist für einen Scanner meist kein Muster, sondern korrekter Code.

Wie es zusammen funktioniert

Der entscheidende Schritt ist der Übergang von der Hypothese zum Befund: Eine KI kann vorschlagen, dass Endpunkt X fremde Daten herausgibt. Zum Befund wird das erst, wenn jemand es am Testsystem mit einem zweiten Konto ausprobiert hat. Unsere Regel dafür ist einfach: Kein Befund ohne Beleg — Fundstelle, Schritte, Auswirkung, Massnahme.

Wofür wir KI beim Prüfen einsetzen

Und dafür nicht: um ein Urteil zu fällen. Das bleibt bei einem Menschen, der es mit seinem Namen vertritt.